Kurz gesagt: Selbsttests mit Nährboden-Schalen aus dem Handel zeigen fast immer Schimmelwachstum, weil Schimmelsporen überall in der Luft sind – auch draußen. Ohne Vergleich mit der Außenluft und ohne Bestimmung im Labor sagen sie wenig darüber, ob Ihre Wohnung belastet ist. Sinnvoll ist ein Labortest vor allem bei verdecktem Schimmel, unklarem Geruch oder nach einer Sanierung. Sehen Sie Schimmel bereits, brauchen Sie keinen Test – sondern die Ursache.

Welche Tests es gibt

TestSo funktioniert erAussagekraft
Nährboden-Schale zum AufstellenSchale steht offen im Raum, Sporen fallen hinein und wachsen anGering – wächst fast immer, kein Vergleich zur Außenluft
Abklatsch- oder KlebefilmprobeProbe direkt von einer verdächtigen Stelle, Auswertung im LaborGut, um zu klären, ob ein Fleck Schimmel ist und welche Art
MaterialprobeStück Tapete, Putz oder Silikon wird im Labor untersuchtGut bei Verdacht auf Befall im Material
Luftkeimmessung durch FachleuteDefinierte Luftmenge innen und außen wird gesammelt und verglichenGut bei verdecktem Schimmel oder nach Sanierung

Warum Selbsttests so oft „positiv“ sind

In jeder Raumluft schweben Schimmelsporen – die meisten kommen von draußen. Eine offene Nährboden-Schale fängt sie auf, und nach ein paar Tagen wachsen Kolonien. Das passiert auch in einer völlig unbelasteten Wohnung. Ob die Belastung innen höher ist als außen und ob typische Feuchteschaden-Arten dabei sind, kann so ein Test nicht zeigen. Fachleute halten diese Schalen deshalb für wenig aussagekräftig; ein „positives“ Ergebnis verunsichert oft mehr, als es hilft.

Wann ein Labortest sinnvoll ist

Wann Sie keinen Test brauchen

Wenn Sie Schimmel sehen, steht fest, dass Schimmel da ist. Welche Art genau wächst, ändert am Vorgehen meist nichts: Befall entfernen und die Feuchtequelle beseitigen. Die wichtigere Frage ist, warum die Stelle feucht ist – Raumklima, kalte Wand oder ein Leck. Das klärt kein Schimmeltest.

Erste Hinweise geben Ihnen die Luftfeuchte (siehe Luftfeuchtigkeit richtig messen) und die Lage des Befalls (siehe Schimmel im Anfangsstadium).

Ursache statt Pilzart: Mit dem HIWANDA Bildcheck schätzt ein TÜV-zertifizierter Sachverständiger anhand von drei Fotos ein, woher die Feuchte wahrscheinlich kommt und ob ein Labortest oder eine Untersuchung vor Ort überhaupt nötig ist – schriftlich, in der Regel in 24–48 Stunden, für 59 € – eine Ersteinschätzung anhand von Fotos, kein Gutachten.

Häufige Fragen

Sind Schimmeltests aus dem Baumarkt zuverlässig? +
Nährboden-Schalen zum Aufstellen wachsen fast immer an, weil Sporen überall in der Luft sind. Ohne Vergleich mit der Außenluft und Laborbestimmung sagen sie wenig über eine Belastung der Wohnung aus.
Wie kann ich Schimmel in der Wohnung testen lassen? +
Über eine Abklatsch- oder Materialprobe, die ein Labor auswertet, oder durch eine Luftkeimmessung eines Sachverständigen mit Vergleich zur Außenluft.
Brauche ich einen Test, wenn ich Schimmel sehe? +
Meist nicht. Sichtbarer Schimmel muss entfernt und die Feuchtequelle beseitigt werden – unabhängig von der Art.
Kann ich verdeckten Schimmel selbst finden? +
Hinweise geben muffiger Geruch, feuchte oder kühle Stellen, Blasen in der Tapete und Flecken hinter Möbeln. Bleibt die Quelle unklar, hilft eine Untersuchung durch Fachleute.
MK
TÜV-zertifizierter Sachverständiger für Schimmelpilzschäden · Malermeister · Gebäudeenergieberater (HWK)

Schimmel gefunden – was ist die Ursache?

Drei Fotos genügen für eine schriftliche Ersteinschätzung vom TÜV-zertifizierten Sachverständigen.

Bildcheck anfragen – 59 €

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